Eine Hand hält ein Smartphone auf dessen Display man einen 5G-Speedtest sieht
Mobilfunk

5G-Geschwindigkeit: Warum ist 5G nicht überall gleich schnell?

Veröffentlicht am 14. Juli 2026

Ob im Home Office, beim Streaming oder im Alltag – die Erwartungen an schnelle und stabile 5G-Verbindungen steigen stetig. Trotzdem ist die 5G-Geschwindigkeit nicht überall gleich hoch. Je nach Standort, Netzabdeckung, Netzauslastung oder eingesetzter Technik kann die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich variieren. Doch woran liegt das genau? In diesem Beitrag verraten wir Dir, welche einzelnen Faktoren die 5G-Geschwindigkeit beeinflussen und warum die Leistung je nach Situation unterschiedlich ausfallen kann.

Was Du in diesem Beitrag erfährst: 

  • Die 5G-Geschwindigkeit ist nicht überall gleich hoch, da Standort, Netzauslastung, Frequenzen sowie Gerät und Tarif eine Rolle spielen.
  • Die theoretische Maximalgeschwindigkeit von 5G wird im Alltag nur unter optimalen Bedingungen erreicht.
  • Eine hohe Netzauslastung kann dazu führen, dass die 5G-Geschwindigkeit vorübergehend sinkt, ohne dass die Verbindung vollständig abbricht.
  • Moderne Netztechnik wie Open RAN unterstützt die Weiterentwicklung von 5G-Netzen und beeinflusst langfristig die Netzqualität.

Was bedeutet 5G-Geschwindigkeit?

Die 5G-Geschwindigkeit beschreibt, wie schnell Daten über das Mobilfunknetz übertragen werden. Im Vergleich zu LTE (4G) ist 5G deutlich leistungsfähiger.[1]

Unter optimalen Testbedingungen können theoretisch folgende Werte erreicht werden:

  • Download-Geschwindigkeit: 20 GBit/s
  • Upload-Geschwindigkeit: 10 GBit/s

In der Praxis liegen die tatsächlich verfügbaren Geschwindigkeiten jedoch deutlich unter den theoretischen Maximalwerten. Der Jahresbericht der Breitbandmessung 2024/2025 zeigt aber, dass ein großer Teil der 5G-Messungen bereits hohen Bandbreiteklassen zugeordnet wurde: 60,8 % entfielen auf die Klasse 200 bis unter 500 Mbit/s, weitere 10,1 % auf die Klasse ab 500 Mbit/s.[2] Zudem weist der Bericht darauf hin, dass 5G-Messwerte in den oberen Bandbreiteklassen teilweise sogar deutlich über den vertraglich geschätzten Maximalwerten lagen.[2]

Wie schnell die Verbindung tatsächlich ist, hängt unter anderem vom Netzausbau und der aktuellen Auslastung des Mobilfunknetzes ab.[3]

Warum ist 5G nicht überall gleich schnell?

Die Geschwindigkeit im 5G-Netz hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu zählen Netzabdeckung, Netzauslastung und Frequenzen. Auch Dein Gerät selbst sowie der gebuchte Tarif können entscheidend sein.

Standort und Netzabdeckung

Ein wichtiger Faktor ist Dein Standort sowie die dort verfügbare Netzabdeckung. In Städten gibt es meist eine höhere Dichte an Mobilfunkstationen als in ländlichen Regionen. Dadurch kann die Geschwindigkeit dort oft höher oder stabiler sein.

In Gebäuden mit dicken Wänden, Tiefgaragen oder Tunneln kann das Signal zudem abgeschwächt werden.[3] Auch regional gibt es Unterschiede beim Netzausbau und der Versorgung.[4]

Netzauslastung

Bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder Sportevents nutzen viele Menschen gleichzeitig das Netz. Sie teilen sich also die Kapazität einer Funkzelle. Dies kann dazu führen, dass die Geschwindigkeit sinkt.[5] Die Verbindung bleibt dabei meist bestehen, aber Daten werden langsamer übertragen.

Mobilfunkfrequenzen

5G nutzt unterschiedliche Frequenzbereiche. Diese haben jeweils eigene Eigenschaften:

  • Niedrige Frequenzen: große Reichweite, stabile Abdeckung
  • Hohe Frequenzen: sehr hohe Datenraten, aber geringere Reichweite

Darum kann 5G selbst innerhalb einer Stadt unterschiedlich schnell sein. 

Smartphone und Tarif

Auch Dein Smartphone sowie der ausgewählte Tarif haben Einfluss auf die 5G-Geschwindigkeit. Nicht jedes Gerät unterstützt alle 5G-Frequenzen oder Netzfunktionen. Darüber hinaus bietet nicht jede SIM-Karte automatisch Zugriff auf 5G.

Tipp: Einstellungen an Deinem Gerät oder Software-Updates können die Leistung zusätzlich beeinflussen.

Warum moderne Netztechnik einen Unterschied macht

Die Netzarchitektur beeinflusst ebenfalls, wie stabil und schnell 5G funktioniert: 1&1 setzt dabei auf ein modernes 5G-Netz mit Open-RAN-Architektur (Open Radio Access Network). Dabei werden Netzfunktionen cloudbasiert verarbeitet und softwaregesteuert verwaltet.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Anbindung der Antennenstandorte an das Transportnetz. Dafür können unterschiedliche Übertragungstechniken eingesetzt werden. Eine Glasfaseranbindung bietet besonders hohe Kapazitäten und ermöglicht es, große Datenmengen schnell zwischen Funkzelle, Transportnetz und Kernnetz zu übertragen. Eine Glasfaseranbindung unterstützt dadurch hohe Geschwindigkeiten und niedrige Latenzen.

Durch diese offene Architektur lassen sich Netzkomponenten flexibler weiterentwickeln und an neue Anforderungen anpassen. Das kann helfen, Kapazitäten effizient zu steuern und die Netzqualität kontinuierlich auszubauen.

Was kannst Du tun, wenn die 5G-Geschwindigkeit zu langsam ist?

Wenn Dir die 5G-Geschwindigkeit zu langsam ist, kannst Du einfache Maßnahmen ausprobieren, um diese zu verbessern:

  • Standortwechsel
  • Gerät neu starten
  • Flugmodus kurz ein- und wieder ausschalten
  • Netzwerkeinstellungen prüfen

Tipp: Wenn die Geschwindigkeit dauerhaft deutlich unter Deinen Erwartungen liegt, lohnt sich ein Blick auf Netzabdeckung, Tarif, Endgerät und typische Einflussfaktoren wie Auslastung oder Standort. So lässt sich besser einschätzen, ob die Ursache eher beim Gerät, bei den Einstellungen oder bei der Versorgung vor Ort liegt.

Fazit: 5G ist nicht überall gleich schnell

Die 5G-Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab: Standort, Frequenzen, Auslastung, Gerät und Netztechnik. Deshalb kann die Leistung je nach Situation unterschiedlich sein.

Gleichzeitig entwickelt sich die Mobilfunkinfrastruktur stetig weiter. Moderne Netzarchitekturen wie Open RAN helfen dabei, Netze flexibler zu steuern und Störungen effizient zu bearbeiten.

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Autorin: Jessica

Jessicas Schwerpunkte sind iPhones und Updates zu iOS – für das 1&1 Magazin schreibt sie abgesehen davon auch zu Ratgeber- und Verbraucher-Themen.

FAQ: 5G-Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit von 5G wird von äußeren Faktoren wie Standort, Netzauslastung, Frequenzen sowie auch vom Gerät beeinflusst und kann deshalb nicht immer gleich schnell sein.

Dicke Wände, bestimmte Baumaterialien, Tunnel oder Tiefgaragen können das Signal deutlich schwächen und verschlechtern so die 5G-Geschwindigkeit.

Bei großen Menschenmengen verschlechtert sich die 5G-Geschwindigkeit, weil sich viele Personen eine Funkzelle teilen und die Kapazität begrenzt ist.

Ältere Geräte unterstützen nicht immer alle 5G-Frequenzen oder Funktionen und können folglich die Geschwindigkeit reduzieren.

Literaturverzeichnis

[1] ITU-R (2017, November). Minimum requirements related to technical performance for IMT-2020 radio interface(s). https://www.itu.int/dms_pub/itu-r/opb/rep/R-REP-M.2410-2017-PDF-E.pdf

[2] Bundesnetzagentur (o.D.). Breitbandmessung Jahresbericht 2024/2025. https://download.breitbandmessung.de/bbm/Breitbandmessung_Jahresbericht_2024_2025.pdf

[3] Bundesnetzagentur (o.D.). Mobilfunkversorgung. https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Mobilfunkversorgung/start.html

[4] Bundesnetzagentur (2025, Januar). Mobilfunk-Monitoring. https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Breitband/Mobilfunk-Monitoring/artikel.html

[5] Bundesnetzagentur (2025, Dezember). Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2024/2025. https://data.bundesnetzagentur.de/Bundesnetzagentur/SharedDocs/Mediathek/Taetigkeitsberichte/2025/TaetigkeitsberichtTK2024-2025_.pdf

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