Veröffentlicht am 29.10.2026
Diensthandys lassen sich durch sichere Gerätesperren, aktuelle Software, Zwei-Faktor-Authentifizierung und klar geregelte Zugriffsrechte schützen. Ebenso wichtig sind verbindliche Regeln für Unternehmensdaten und ein festgelegter Ablauf bei Verlust oder Diebstahl.
Was Du in diesem Beitrag erfährst:
- Eine sichere Displaysperre, aktuelle Software und sinnvoll vergebene App-Berechtigungen erschweren unbefugte Zugriffe auf Unternehmensdaten.
- Wenn ein Smartphone beruflich und privat genutzt wird, sollten geschäftliche Apps und Daten möglichst klar vom privaten Bereich getrennt werden.
- Mitarbeitende sollten verdächtige Links nicht ungeprüft öffnen, sensible Daten nur über freigegebene Dienste teilen und einen Geräteverlust sofort melden.
- Mit Mobile Device Management können Unternehmen Sicherheitsvorgaben zentral verwalten und verlorene Geräte aus der Ferne sperren oder löschen.
Welche Einstellungen schützen Firmendaten auf dem Diensthandy?
Ein Diensthandy sollte so eingerichtet sein, dass Unbefugte nicht ohne Weiteres auf geschäftliche E-Mails, Dateien oder Apps zugreifen können. Eine sichere Displaysperre ist dafür die Grundlage. Das BSI empfiehlt für mobile Geräte eine Zugangssperre und rät von einfachen Zahlenfolgen wie „1234“ ab.[1]
Aktiviere außerdem automatische Betriebssystem- und Sicherheitsupdates, um bekannte Schwachstellen möglichst schnell zu schließen.[2] Prüfe regelmäßig, welche Apps auf Kamera, Mikrofon, Standort, Kontakte oder Dateien zugreifen dürfen, und erlaube nur Berechtigungen, die für die jeweilige Funktion notwendig sind.[2] Apps sollten aus offiziellen App-Stores oder aus vom Unternehmen freigegebenen Quellen stammen. Nicht mehr benötigte Anwendungen solltest Du entfernen.
Stelle außerdem eine kurze automatische Sperrzeit ein und prüfe, welche Inhalte auf dem Sperrbildschirm sichtbar sind. Vollständige E-Mails, Kalendertermine oder Einmalcodes können sonst auch ohne Entsperren Informationen preisgeben.
Für wichtige geschäftliche Konten ist zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sinnvoll. Wird ein Passwort etwa durch Phishing abgegriffen, reicht es dann allein nicht für die Anmeldung.[3]
Wie lassen sich private und geschäftliche Daten trennen?
Wenn ein Smartphone beruflich und privat genutzt wird, sollten beide Bereiche möglichst klar voneinander getrennt bleiben. Je nach Betriebssystem gibt es dafür unterschiedliche Möglichkeiten. Android bietet beispielsweise Arbeitsprofile, die geschäftliche Apps und Daten in einem eigenen Bereich vom privaten Profil trennen.[4] Auf iPhones gibt es kein vergleichbares, separat sichtbares Arbeitsprofil. Unternehmen können geschäftliche Apps, Konten und Daten jedoch über die Geräteverwaltung getrennt verwalten und den Datenaustausch zwischen verwalteten und privaten Bereichen einschränken.[5]
Für Unternehmen mit mehreren Geräten kann Mobile Device Management (MDM) sinnvoll sein. Damit lassen sich verwaltete Smartphones und Tablets zentral konfigurieren und Sicherheitsrichtlinien durchsetzen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bezeichnet die wirksame Durchsetzung definierter Sicherheitsrichtlinien und Konfigurationsparameter als Kernfunktion von MDM.[6] Bei der Einführung sollten Unternehmen außerdem Datenschutz und Mitbestimmung berücksichtigen, insbesondere wenn Geräte- oder Nutzungsdaten zentral erfasst oder ausgewertet werden.
Wie Mobilfunk, Geräteverwaltung und weitere Anforderungen zusammenspielen, solltest Du bereits bei der Auswahl von Internet und Mobilfunk für Dein Unternehmen berücksichtigen.
Was müssen Mitarbeitende beim sicheren Umgang mit Diensthandys beachten?
Technische Schutzmaßnahmen allein reichen nicht aus. Auch im Arbeitsalltag kommt es darauf an, wie Mitarbeitende mit dem Diensthandy umgehen. Sie sollten wissen, welche Apps und Dienste freigegeben sind, wie Unternehmensdaten geteilt werden dürfen und an wen sie sich bei einem Sicherheitsvorfall wenden können. Gerade unterwegs ist außerdem wichtig, öffentliche WLAN-Netze sicher zu nutzen, wenn mit geschäftlichen Daten gearbeitet wird.
Besonders wichtig sind diese Regeln:
- Passwörter und Zugangscodes nicht weitergeben.
- Unbekannte Links und Anhänge in E-Mails oder Nachrichten nicht ungeprüft öffnen.
- Vertrauliche Unterlagen nur über freigegebene Apps und Dienste teilen.
- Für sensible geschäftliche Vorgänge möglichst das Mobilfunknetz oder ein vertrauenswürdiges WLAN nutzen. Bist Du auf ein öffentliches WLAN angewiesen, kann ein vom Unternehmen freigegebenes VPN die Datenübertragung zusätzlich absichern.
- Auffällige Anmeldeversuche, verdächtige Nachrichten und einen Geräteverlust sofort melden.
Auch bei der privaten Nutzung eines Diensthandys helfen klare Vorgaben. Unternehmen sollten festlegen, ob private Apps erlaubt sind, welche Daten auf dem Gerät gespeichert werden dürfen und was mit geschäftlichen Daten passiert, wenn eine Person das Unternehmen verlässt.
Was tun, wenn ein Diensthandy verloren geht oder gestohlen wird?
Ein verlorenes oder gestohlenes Diensthandy sollte sofort an die zuständige Stelle im Unternehmen gemeldet werden. So können Zugänge gesperrt, Passwörter geändert und verwaltete Geräte je nach eingesetzter Geräteverwaltung aus der Ferne gesperrt oder gelöscht werden. Auch die SIM-Karte sollte möglichst schnell gesperrt werden, damit sie nicht weiter für Anrufe, SMS oder mobile Daten genutzt werden kann.
Bei entsprechend in Apple Business registrierten und verwalteten iPhones können Unternehmen das Gerät aus der Ferne sperren oder löschen.[7] Bei Android Enterprise kann ein Arbeitsprofil aus der Ferne gelöscht werden, ohne den privaten Bereich des Geräts zu entfernen.[4]
Damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht, sollte vorher feststehen, wer zuständig ist und welche Schritte nach einer Verlustmeldung folgen. Mitarbeitende sollten die Kontaktstelle und den Meldeweg kennen.
Fazit: Sicherheit entsteht durch Technik und klare Regeln
Diensthandys sind am besten geschützt, wenn Geräteeinstellungen, zentrale Verwaltung und betriebliche Abläufe ineinandergreifen. Sichere Sperren, Updates, Zwei-Faktor-Authentifizierung und begrenzte App-Berechtigungen reduzieren technische Risiken. Klare Regeln für Datenaustausch, private Nutzung und Sicherheitsvorfälle sorgen dafür, dass diese Maßnahmen im Arbeitsalltag greifen.
Für KMU mit mehreren Smartphones kann eine zentrale Geräteverwaltung sinnvoll sein, weil Sicherheitsvorgaben damit einheitlich umgesetzt werden können.
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FAQ: Sicherheit bei Diensthandys
Literaturverzeichnis
[1] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Verschlüsselung auf mobilen Geräten. https://www.bsi.bund.de/dok/6598740
[2] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (2025). Smartphone, Tablet und Co. sicher nutzen. https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Broschueren/Wegweiser_Checklisten_Flyer/Brosch_A6_Mobilkommunikation.pdf?__blob=publicationFile&v=16
[3] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Basistipps zur IT-Sicherheit. https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/cyber-sicherheitsempfehlungen.html
[4] Google. (o. D.). Android Enterprise-Arbeitsprofil. https://www.android.com/intl/de_de/enterprise/work-profile
[5] Apple. (2025, 24. September). Organisationsdaten auf Apple-Geräten verwalten. https://support.apple.com/de-de/guide/deployment/depaa73a4973/web
[6] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (2022). Mindeststandard des BSI für Mobile Device Management, Version 2.0. https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Mindeststandards/Mindeststandard_Mobile-Device-ManagementV2_0.html
[7] Apple. (2026). Geräte mit Apple Business orten, sperren und löschen. https://support.apple.com/de-de/guide/business/axmc3c3e0b1e/web







