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Tracking im Internet: Cookies, Fingerprinting und Co. einfach erklärt

Beim Surfen im Internet hinterlässt Du digitale Spuren. Websites nutzen verschiedene Tracking-Technologien, um Dein Nutzungsverhalten zu analysieren, Funktionen bereitzustellen oder Werbung auszuspielen. Dazu gehören klassische Cookies, aber auch Verfahren wie Browser-Fingerprinting. Dieser Beitrag erklärt, wie die Methoden funktionieren, worin sie sich unterscheiden und wie Du Deine Privatsphäre besser schützen kannst.

Was Du in diesem Beitrag erfährst:

  • Tracking-Technologien erfassen Informationen über Dein Surfverhalten und werden unter anderem für Funktionen, Statistiken, Sicherheitsprüfungen personalisierte Inhalte und Werbung eingesetzt.
  • Tracking-Cookies speichern Informationen auf Deinem Gerät, während Browser-Fingerprinting einen digitalen Fingerabdruck anhand technischer Merkmale erstellt.
  • Nicht jede Wiedererkennung ist problematisch, doch besonders seitenübergreifendes Tracking kann zu umfangreichen Nutzerprofilen führen.
  • Cookies lassen sich vergleichsweise gut verwalten, Browser-Fingerprinting ist für Dich deutlich weniger sichtbar.
  • Mit passenden Browser- und Datenschutzeinstellungen lässt sich Tracking einschränken, aber kaum vollständig verhindern.

Was bedeutet Tracking im Internet?

Tracking bezeichnet das Erfassen und Auswerten von Informationen über Dein Verhalten im Internet. Dabei speichern oder sammeln Websites Daten darüber, welche Seiten Du besuchst, wie lange Du dort bleibst oder welche Inhalte Dich interessieren.[1]

Tracking kann unterschiedliche Zwecke haben. Einige Formen der Wiedererkennung sind für bestimmte Funktionen notwendig oder praktisch, damit Websites zuverlässig funktionieren. Dazu gehören etwa Logins, Spracheinstellungen, Warenkörbe oder Sicherheitsprüfungen bei ungewöhnlichen Anmeldeversuchen. Andere Tracking-Verfahren dienen vor allem dazu, Reichweiten zu messen, Interessen abzuleiten oder Werbung zu personalisieren.[1]

Zum Einsatz kommen unterschiedliche Tracking-Technologien. Besonders bekannt sind Cookies. Daneben nutzen Websites Verfahren wie Browser-Fingerprinting, das ohne klassische Cookie-Datei auskommen kann.[2]

Was sind Tracking-Cookies?

Cookies sind kleine Textdateien, die eine Website in Deinem Browser speichern kann. Sie helfen beispielsweise dabei, Anmeldedaten, Spracheinstellungen oder den Inhalt eines Warenkorbs zu speichern. Technisch notwendige Cookies sorgen dafür, dass eine Website korrekt funktioniert.[1] Nicht jeder Cookie dient also automatisch dem Tracking. Ein Cookie für einen Warenkorb erfüllt eine andere Aufgabe als ein Cookie, das Dein Verhalten über mehrere Websites hinweg nachvollziehbar macht.

Tracking-Cookies werten Dein Surfverhalten aus und können Nutzerprofile erstellen. So können Websites oder Werbenetzwerke erkennen, welche Inhalte Dich interessieren, welche Anzeigen Du gesehen hast oder ob Du später auf einer anderen Website wieder auftauchst.[1]

Besonders relevant sind Third-Party-Cookies: Sie stammen von externen Diensten, etwa Werbe-, Analyse- oder Marketingdiensten. Sind dieselben Dienste auf mehreren Websites eingebunden, können sie Besuche seitenübergreifend verknüpfen.[3]

Tracking-Cookies gelten in der Regel als technisch nicht notwendig und dürfen grundsätzlich erst nach Deiner Einwilligung gesetzt werden. Technisch notwendige Cookies dürfen auch ohne Zustimmung verwendet werden, müssen aber transparent erklärt werden.[1]

Was ist Browser-Fingerprinting?

Browser-Fingerprinting ist ein Verfahren, mit dem Websites einen Browser anhand technischer Merkmale wiedererkennen können. Dazu gehören etwa Betriebssystem, Browser-Version, Bildschirmauflösung oder Spracheinstellungen. Aus ihrer Kombination entsteht ein digitaler Fingerabdruck, ohne dass zwingend ein Cookie auf Deinem Gerät gespeichert wird.[2]

Das Verfahren kann einen Browser auch dann wiedererkennen, wenn Cookies blockiert oder gelöscht wurden. Je nach Zweck dient Fingerprinting dem Tracking oder Sicherheitsfunktionen, etwa um Betrug und Missbrauch zu verhindern oder ungewöhnliche Anmeldungen zu erkennen.[4]

Für Dich heißt das: Cookies kannst Du meist löschen oder blockieren. Fingerprinting läuft dagegen oft im Hintergrund und ist schwerer zu erkennen oder zu verhindern.[2] Ob dafür eine Einwilligung erforderlich ist, hängt davon ab, welche Informationen aus Deinem Gerät ausgelesen oder gespeichert werden und zu welchem Zweck das geschieht.[5]

Cookies und Fingerprinting im Vergleich

Beide Verfahren können dazu dienen, Nutzerinnen und Nutzer wiederzuerkennen und ihr Verhalten zu analysieren. Je nach Zweck kann diese Wiedererkennung funktional sinnvoll sein, etwa für Logins, Sicherheit oder gespeicherte Einstellungen. Datenschutzrechtlich und aus Nutzersicht besonders relevant wird sie, wenn sie für Analyse, Werbung oder seitenübergreifende Profilbildung eingesetzt wird. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.[1],[2],[3],[5]

Tracking-CookiesBrowsing-Fingerprints
Speichern Informationen als Textdatei im Browser.Erstellt einen digitalen Fingerabdruck aus Geräte- und Browsermerkmalen.
Können gelöscht oder blockiert werden.Kann nicht einfach gelöscht werden.
Für nicht notwendiges Tracking ist in der Regel eine Einwilligung erforderlich.Kann ebenfalls einwilligungsrelevant sein.
Browser bieten umfangreiche Cookie-Einstellungen.Schutz hängt stärker von Browser, Einstellungen und Anti-Fingerprinting-Funktionen ab.

Unterschiede zwischen Tracking-Cookies und Browser-Fingerprinting im Überblick

Während Cookies relativ einfach gelöscht oder blockiert werden können, ist Browser-Fingerprinting deutlich schwieriger einzuschränken. Auch der private Modus verhindert diese Technik nicht zuverlässig, weil technische Merkmale des Browsers weiterhin verarbeitet werden können.[2]

So schützt Du Dich vor Tracking

Tracking lässt sich nicht vollständig verhindern. Mit einigen Maßnahmen kannst Du jedoch Deinen Datenschutz im digitalen Alltag verbessern und deutlich weniger Daten preisgeben. 

  • Cookie-Einstellungen prüfen: Erlaube möglichst nur notwendige Cookies und lehne Tracking-Cookies ab, wenn Du die Wahl hast.[1]
  • Cookies regelmäßig löschen: Entferne Cookies manuell oder stelle den Browser so ein, dass sie beim Schließen gelöscht werden.[2]
  • Tracking-Schutz aktivieren: Moderne Browser bieten Schutzmechanismen im Internet gegen Drittanbieter-Tracking und Cross-Site-Tracking.[2]
  • Browser-Erweiterungen bewusst nutzen: Datenschutz-Erweiterungen können Tracking erschweren. Nutze sie aber nur aus vertrauenswürdigen Quellen.[2]
  • JavaScript bewusst einsetzen: Viele Fingerprinting-Verfahren nutzen JavaScript. Eine Deaktivierung kann den Datenschutz erhöhen, aber die Funktion von Websites beeinträchtigen.[2]

Fazit: Tracking lässt sich reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden

Tracking gehört heute zum Alltag im Internet. Während Cookies oft sichtbar sind und sich vergleichsweise einfach verwalten lassen, arbeitet Browser-Fingerprinting meist unbemerkt im Hintergrund. Wer seine Privatsphäre schützen möchte, sollte Cookie-Einstellungen bewusst wählen, Tracking-Schutz im Browser aktivieren und regelmäßig die eigenen Datenschutzeinstellungen überprüfen. So lässt sich die Menge der gesammelten Daten deutlich reduzieren, auch wenn sich Tracking nicht vollständig verhindern lässt.

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Jessica Müller

Redakteurin für Apple, Smartphones und digitale Alltagsthemen · 1&1 Magazin
  • Apple
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  • Digitale Alltagsthemen

Jessica schreibt im 1&1 Magazin über iPhones, iOS-Updates und weitere Apple-Produkte. Außerdem verfasst sie verständliche Ratgeber und Vergleiche zu Smartphones, Tablets, Smartwatches und digitalen Alltagsthemen. 

FAQ: Tracking im Internet

Tracking-Cookies sind Cookies, die Dein Surfverhalten auswerten können. Sie helfen Websites oder Werbenetzwerken dabei, Interessen zu erkennen, Nutzerprofile zu erstellen und personalisierte Werbung anzuzeigen.

Beim Tracking werden Informationen über Dein Verhalten auf Websites gesammelt und ausgewertet. Dazu gehören zum Beispiel besuchte Seiten, Verweildauer, Klicks oder technische Merkmale Deines Browsers. Diese Daten können für Statistiken, Website-Optimierung oder Werbung genutzt werden.

Cookies speichern Informationen im Browser und lassen sich meist löschen oder blockieren. Browser-Fingerprinting erstellt dagegen einen digitalen Fingerabdruck aus technischen Merkmalen Deines Geräts und Browsers. Deshalb ist Fingerprinting schwieriger zu kontrollieren.

Tracking lässt sich kaum vollständig verhindern. Du kannst es aber deutlich einschränken, indem Du nur notwendige Cookies erlaubst, Cookies regelmäßig löschst, den Tracking-Schutz im Browser aktivierst und Browser-Erweiterungen bewusst auswählst.

Manche Formen der Wiedererkennung sind notwendig oder praktisch, etwa für Logins, Warenkörbe, Spracheinstellungen oder Sicherheitsprüfungen. Kritisch wird Tracking vor allem dann, wenn es intransparent, seitenübergreifend oder für umfangreiche Nutzerprofile genutzt wird.

Literaturverzeichnis

[1] Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (o. D.). Cookies und andere Tracking-Technologien. https://www.bfdi.bund.de/DE/Buerger/Inhalte/Telemedien/Cookies.html

[2] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (o. D.). Cookies und Fingerprints verhindern. https://www.bsi.bund.de/dok/6596598

[3] Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés (2021, 23. November). Alternatives to third-party cookies: What consequences regarding consent? https://www.cnil.fr/en/alternatives-third-party-cookies-what-consequences-regarding-consent

[4] Microsoft (2026, 21. Februar). Fraud detection reference architecture. Microsoft Learn. https://learn.microsoft.com/en-us/fabric/real-time-intelligence/architectures/fraud-detection

[5] European Data Protection Board (2024, 16. Oktober). Guidelines 2/2023 on Technical Scope of Art. 5(3) of ePrivacy Directive. https://www.edpb.europa.eu/our-work-tools/our-documents/guidelines/guidelines-22023-technical-scope-art-53-eprivacy-directive_en

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