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Gigabitförderung: So kommt schnelles Internet in unterversorgte Gebiete

Gigabit- oder auch Breitband-Förderung bedeutet, dass der Ausbau schneller Internetnetze öffentlich unterstützt wird. Gefördert wird in der Regel der Netzausbau in unterversorgten Gebieten. Für Dich kann die Förderung dennoch relevant sein, wenn Deine Adresse in einem Ausbaugebiet liegt.

Was Du in diesem Beitrag erfährst:

  • Beim Ausbau geht es heute meist um Glasfaser.
  • Grundsätzlich förderfähig sind Gebiete, in denen kein ausreichend leistungsfähiges Netz vorhanden ist und kein verbindlicher eigenwirtschaftlicher Ausbau absehbar ist.
  • 300 MBit/s Download und 150 MBit/s Upload sind wichtige Schwellenwerte in der aktuellen Gigabit-Richtlinie.
  • Hausanschluss und Tarif hängen vom jeweiligen Ausbauprojekt und den Angebotsbedingungen ab.
  • Breitbandatlas und Kommune helfen Dir, Ausbau- und Versorgungsinformationen einzuordnen.

Gigabit- und Breitband-Förderung einfach erklärt

Gigabit-Förderung unterstützt Ausbauprojekte für leistungsfähige Telekommunikationsnetze dort, wo ein rein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht ausreicht. Zuschüsse erhalten dabei vor allem kommunale Zweckverbände oder Unternehmen in ausschließlich öffentlicher Trägerschaft.[1] Die Förderung kann unterschiedliche Technologien betreffen. Im aktuellen Bundesprogramm steht der Ausbau leistungsfähiger Gigabitnetze im Mittelpunkt. In der Praxis geht es dabei häufig um den Glasfaserausbau. Glasfaser ermöglicht besonders schnelle und leistungsfähige Internetverbindungen.

Die Förderung soll dort unterstützen, wo der privatwirtschaftliche Ausbau an Grenzen stößt.[2] Sie ersetzt nicht den normalen Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen, sondern ergänzt ihn. Erst wird geprüft, ob ein Unternehmen ein Gebiet auf eigene Kosten ausbauen will. Wenn das nicht der Fall ist, kann eine Förderung infrage kommen. Die aktuelle Gigabit-Richtlinie nennt als Förderziel eine Versorgung mit mindestens 1 GBit/s symmetrisch zu Spitzenlastzeitbedingungen.[1]

Welche Gebiete sind Teil der Förderprogramme für Breitband und Gigabit?

Ein Gebiet kann für Förderung infrage kommen, wenn dort kein ausreichend leistungsfähiges Netz vorhanden ist und kein verbindlicher eigenwirtschaftlicher Ausbau absehbar ist. Grundsätzlich geht es um Gebiete, in denen nicht jedem Endnutzer zu Spitzenlastzeiten mindestens 300 MBit/s im Download und 150 MBit/s im Upload zur Verfügung stehen.  Gleichzeitig gibt es wichtige Ausschlüsse. Nicht förderfähig sind zum Beispiel Gebiete, in denen bereits bestimmte leistungsfähige Netze vorhanden sind oder in denen ein gigabitfähiges Netz bereits besteht und nur noch der einzelne Teilnehmeranschluss fehlt.[1]

Die Förderung soll schnelles Internet vor allem dorthin bringen, wo der Ausbau bisher nicht ausreichend vorangekommen ist. Besonders berücksichtigt werden auch sozioökonomische Treiber wie Schulen, Krankenhäuser, lokale Behörden, Unternehmen oder Verkehrsknotenpunkte.[1]

Was bedeutet das für private Haushalte?

 Für private Haushalte bedeutet Gigabitförderung vor allem: Deine Adresse kann Teil eines geförderten Ausbauprojekts sein. Dann wird die Netzinfrastruktur in Deiner Straße oder Deinem Gebiet aufgebaut oder erweitert. Du bekommst dadurch aber nicht automatisch Geld ausgezahlt.

Relevant wird die Förderung für Dich vor allem während der Ausbau- oder Vermarktungsphase. Je nach Projekt kann der Hausanschluss zu bestimmten Bedingungen angeboten werden. Ob Baukosten entstehen, ob sie teilweise entfallen oder ob weitere Voraussetzungen gelten, hängt vom jeweiligen Ausbauprojekt und vom konkreten Angebot ab.

Wohnst Du zur Miete, solltest Du Dich frühzeitig mit Deiner Vermieterin, Deinem Vermieter oder der Hausverwaltung abstimmen.[3] Für die Glasfaserverlegung kann eine Zustimmung der Eigentümerseite nötig sein. 1&1 kann dabei unterstützen, sofern dies im jeweiligen Ausbauprojekt vorgesehen ist.

Wie finde ich heraus, ob meine Adresse in einem Ausbaugebiet liegt?

Der erste Schritt ist ein Blick in den Breitbandatlas des Bundes.[4] Dort kannst Du prüfen, welche Versorgung an Deinem Standort gemeldet ist. Die Karte zeigt, welche Bandbreiten und Techniken grundsätzlich verfügbar sind. Wichtig ist aber: Der Breitbandatlas ist keine verbindliche Zusage für einen bestimmten Vertrag oder Anschluss. Aus den Angaben entsteht also kein Anspruch darauf, dass Dir ein Anbieter genau diese Versorgung bereitstellt. Außerdem solltest Du den Datenstand beachten. Die aktuell veröffentlichten Festnetz-Versorgungsdaten wurden zum Stichtag 31. Dezember 2025 erhoben.[4]

Zusätzlich solltest Du auf der Website Deiner Stadt, Gemeinde oder Deines Landkreises nachsehen. Viele Kommunen veröffentlichen dort Informationen zu laufenden Glasfaserprojekten. Häufig gibt es Karten, Straßennamen oder Listen mit Ausbaugebieten.

Mit dem 1&1 Verfügbarkeitscheck kannst Du prüfen, ob Glasfaser an Deiner Adresse verfügbar ist, ob ein Ausbau geplant ist oder welche Glasfaser-Angebote infrage kommen.

Die wichtigsten Fördermodelle im Überblick

Breitband-Förderung kann unterschiedlich umgesetzt werden. Welches Modell gewählt wird, hängt davon ab, wie schlecht ein Gebiet versorgt ist, wie hoch die Ausbaukosten sind und ob im Markterkundungsverfahren eine verbindliche eigenwirtschaftliche Ausbauplanung für den relevanten Zeitraum vorliegt.

Die wichtigsten Fördermodelle sind:

  • Wirtschaftlichkeitslückenförderung: Dabei wird berechnet, wie groß die Lücke zwischen den Ausbaukosten und den erwarteten Einnahmen ist. Wenn sich der Ausbau für ein Unternehmen nicht rechnet, kann diese Lücke gefördert werden. Gefördert wird die Wirtschaftlichkeitslücke, also die Differenz zwischen Ausbaukosten und erwarteten Einnahmen. Das begünstigte Unternehmen stellt anschließend die Endkundendienste im Fördergebiet sicher.[1]
  • Betreibermodell: Bei diesem Modell baut die Kommune oder ein kommunaler Zusammenschluss die passive Infrastruktur. Dazu gehören zum Beispiel Leerrohre und Glasfaserkabel. Der Betrieb des Netzes wird dann an ein Unternehmen vergeben. Dieses betreibt das Netz und stellt Angebote für Kundinnen und Kunden bereit.[1]
  • Beratungsförderung: Diese Förderung unterstützt Kommunen bei der Planung, Antragstellung und Projektsteuerung. Das ist wichtig, weil Förderprojekte komplex sind. Es müssen Daten geprüft, Verfahren eingehalten und Ausbaugebiete klar abgegrenzt werden.[1]

Fazit: Was bedeuten Breitband- und Gigabitförderung für Dich?

Gigabitförderung hilft dabei, schnelles Internet in Gebiete zu bringen, in denen der Ausbau sonst nicht ausreichend vorankommt. Für Dich ist entscheidend: Die Förderung betrifft vor allem den Netzausbau. Ob und zu welchen Bedingungen Dein Haus angeschlossen wird, hängt vom konkreten Ausbauprojekt, vom Zeitpunkt und vom verfügbaren Angebot ab.

Du möchtest wissen, ob an Deiner Adresse Glasfaser verfügbar ist? Prüfe mit dem 1&1 Verfügbarkeitscheck, ob Du bereits einen Glasfaser-Tarif buchen kannst, ein Ausbau geplant ist oder bis zu 1.000 MBit/s möglich sind.

 

Autor: Daniel

Daniels Schwerpunkt ist der Android-Kosmos – für das 1&1 Magazin schreibt er unter anderem über Samsung, Xiaomi & Co. sowie über kommende Android-Updates und Neuerungen bei Samsungs OneUI.

FAQ: Förderprogramme Breitband und Gigabit

Ein direkter Zuschuss an private Haushalte ist bei der Bundesförderung in der Regel nicht vorgesehen. Die Förderung läuft meist über kommunale Ausbauprojekte. Dadurch kann Glasfaser in Gebieten ausgebaut werden, in denen sich der Ausbau für Anbieter sonst nicht lohnen würde.

Private Haushalte beantragen die Breitband-Förderung normalerweise nicht selbst. Die Fördermittel gehen meist an Kommunen, Landkreise, Zweckverbände oder andere öffentliche Träger.

Informationen findest Du im Breitbandatlas, auf der Website Deiner Kommune und über Verfügbarkeitschecks der Anbieter. Am zuverlässigsten ist die Kombination aus kommunalen Ausbauinformationen und einer konkreten Adressprüfung.

Literaturverzeichnis

[1] Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (2026, 31. März). Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland“ – Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0. https://www.wirtschaft.nrw/system/files/media/document/file/260331_gigabit-rl_2026.pdf

[2] Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (o.D.). Gigabitförderung. https://bmds.bund.de/themen/digitale-infrastrukturen/glasfaser/gigabitfoerderung

[3] Gigabitbüro des Bundes (2022, 30. November). So kommt die Glasfaser zu Ihnen. https://gigabitbuero.de/so-kommt-die-glasfaser-zu-ihnen/

[4] Bundesnetzagentur (o.D.). Breitbandatlas. Gigabit-Grundbuch. https://gigabitgrundbuch.bund.de/GIGA/DE/Breitbandatlas/start.html

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