Wenn Du im Ausland telefonierst, surfst oder SMS verschickst, nutzt Dein Smartphone meist nicht das Heimnetz Deines Mobilfunkanbieters. Es bucht sich in ein Partnernetz vor Ort ein. Das nennt man Roaming.
Was Du in diesem Beitrag erfährst:
- Beim internationalen Roaming nutzt Dein Handy im Ausland ein Partnernetz.
- EU-Roaming erlaubt Telefonie, SMS und mobile Daten in der EU sowie in Liechtenstein, Norwegen, Island, Moldau und der Ukraine grundsätzlich zu Inlandskonditionen.
- Außerhalb regulierter Roaming-Zonen können je nach Land, Tarif und Netz zusätzliche Kosten entstehen.
- National Roaming läuft in Deutschland automatisch und kann helfen, Versorgungslücken während des Netzausbaus zu überbrücken.
- Auf Schiffen, in Flugzeugen und nahe Grenzen lohnt sich ein genauer Blick auf das verbundene Netz.
Was bedeutet Roaming genau?
Roaming heißt, dass Dein Handy ein anderes Netz nutzt als das, über das Dein Mobilfunktarif normalerweise bereitgestellt wird. Dein Smartphone erkennt verfügbare Netze, meldet sich dort mit Deiner SIM oder eSIM an und rechnet die Nutzung über Deinen Mobilfunkanbieter ab. Für Dich fühlt sich das meist ganz normal an: Du telefonierst, empfängst SMS, nutzt Messenger oder rufst Karten-Apps auf.[1]
Beim internationalen Roaming nutzt Du ein ausländisches Netz. National Roaming findet im Inland statt. Technisch ist das Prinzip ähnlich, der Anlass aber anders: International Roaming ist vor allem für Reisen relevant. National Roaming unterstützt die Versorgung innerhalb Deutschlands, wenn ein Anbieter zusätzlich ein anderes deutsches Netz mit nutzt.[2]
Internationales Roaming: EU, Nicht-EU und Sonderfälle bei den Kosten
Die Roaming-Kosten hängen vor allem davon ab, in welchem Land Du unterwegs bist und ob Dein Smartphone reguläre Mobilfunknetze oder Sondernetze nutzt.[1],[3],[4]
Die folgende Tabelle listet allgemeine Informationen zum besseren Überblick über Roaming-Kosten auf:
| Bereich | Was gilt allgemein? | Worauf solltest Du bei Deinem Mobilfunktarif achten? |
| EU, Liechtenstein, Norwegen, Island, Moldau, Ukraine | Es gilt grundsätzlich „Roam like at home“. Du nutzt Deinen deutschen Tarif auf Reisen zu den gleichen Preisen und Bedingungen wie zuhause. | Fair-Use-Regeln können greifen, wenn Du Deinen Tarif sehr intensiv oder dauerhaft im Ausland nutzt. |
| Außerhalb der EU-Roaming-Zone | Reiseländer wie die Schweiz oder Großbritannien gehören nicht automatisch zur EU-Roaming-Zone. Hier können je nach Tarif andere Konditionen gelten. Besonders mobiles Datenroaming kann ohne eine gebuchte Roaming-Option teuer werden. | Prüfe vor der Reise die passende Ländergruppe und mögliche Roaming-Optionen. |
| Sonderfälle | WLAN-Calls, Verbindungen von Deutschland ins Ausland, Mehrwertdienste sowie Bordnetze auf Schiffen oder in Flugzeugen können anders berechnet werden. | Prüfe vor der Nutzung, ob Dein Handy mit einem regulären Mobilfunknetz oder einem Sondernetz verbunden ist. |
Überblick über typische Roaming-Situationen und mögliche Kostenfallen
Was ist National Roaming?
National Roaming bedeutet, dass sich Dein Handy innerhalb Deutschlands in ein anderes deutsches Mobilfunknetz einbucht. Bei 1&1 ergänzt National Roaming das eigene Mobilfunknetz. Dein Smartphone kann sich dabei automatisch und unkompliziert über Partnerantennen mit dem 1&1 Netz in gewohnter Qualität verbinden. In der Regel entsteht die Verbindung automatisch, ohne dass Du den Anbieter wechselst oder eine zweite SIM brauchst.
Für eine detaillierte Übersicht zu Roaming-Ländern und den jeweiligen Konditionen kannst Du die Roaming Übersicht bei 1&1 aufrufen, die insbesondere für die Kombinationen mit 1&1-Tarifen hilfreich ist.
So bereitest Du Dein Smartphone auf Reisen vor
Mit wenigen Einstellungen kannst Du vor der Abreise vermeiden, dass im Ausland unerwartete Kosten entstehen:
- Prüfe vor der Reise Deinen Tarif und die Roaming-Optionen im Kundenbereich oder in der App Deines Mobilfunkanbieters.
- Aktiviere Datenroaming nur dann, wenn Du mobiles Internet im Ausland wirklich nutzen möchtest.
- Lasse in der EU die automatische Netzwahl meist eingeschaltet.
- Nutze außerhalb der EU, auf Fähren, Kreuzfahrtschiffen, im Flugzeug oder in Grenznähe bei Bedarf die manuelle Netzwahl, damit sich Dein Gerät nicht versehentlich in ein teures Netz einwählt.[3]
- Lade Karten, Tickets und wichtige Dokumente vorab im WLAN herunter.
- Deaktiviere automatische Cloud-Backups über Mobilfunk, wenn Dein Datenvolumen begrenzt ist.
- Prüfe, ob WLAN-Calls im Ausland nach Deinem Tarif sinnvoll sind oder ob dadurch zusätzliche Kosten entstehen können.
Fazit: Roaming sorgt für gute Verbindung im In- und Ausland
Roaming macht Dein Handy unterwegs nutzbar: im Urlaub, auf Dienstreise und beim Grenzübertritt. In der EU ist vieles klar reguliert. Außerhalb der EU und in Sondernetzen solltest Du genauer hinsehen. National Roaming ist davon zu unterscheiden, denn es findet innerhalb Deutschlands statt und unterstützt die bestehende Versorgung.
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Autor: Daniel
Daniels Schwerpunkt ist der Android-Kosmos – für das 1&1 Magazin schreibt er unter anderem über Samsung, Xiaomi & Co. sowie über kommende Android-Updates und Neuerungen bei Samsungs OneUI.
FAQ: Roaming
Literaturverzeichnis
[1] Bundesnetzagentur: Telefonieren und Surfen im Ausland: Roaming, Bundesnetzagentur, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Roaming/start.html, zuletzt abgerufen am 27.05.2026.
[2] Bundesnetzagentur: Mobilfunknetze – FAQ, Bundesnetzagentur, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Breitband/MobilesBreitband/FAQ/artikel.html, zuletzt abgerufen am 27.05.2026.
[3] Bundesnetzagentur: Fragen und Antworten zum EU-Roaming, Bundesnetzagentur, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Roaming/FAQ_Roaming/start.html, zuletzt abgerufen am 27.05.2026.
[4] Europäischer Rat: Vorteile des EU-Roamings: Ausweitung auf Moldau und die Ukraine ab 2026, https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2025/07/25/eu-mobile-roaming-benefits-extended-to-moldova-and-ukraine-as-of-2026/, zuletzt abgerufen am 02.06.2026.






