Ein Online-Shop sieht professionell aus, der Preis ist auffällig niedrig und im Warenkorb wird nur Vorkasse angeboten? Genau solche Hinweise können auf einen Fake-Shop hindeuten. Bevor Du bestellst, solltest Du Impressum, Zahlungsarten, Bewertungen, Gütesiegel und die Shop-Adresse prüfen. So erkennst Du unseriöse Anbieter schneller und vermeidest unnötige Risiken beim Online-Kauf.
Was Du in diesem Beitrag erfährst:
- Wichtige Warnzeichen sind auffällig günstige Preise, Zahlung per Vorkasse und fehlende Kontaktdaten.
- Impressum, Adresse, URL und Unternehmensdaten solltest Du vor dem Kauf genau prüfen.
- Bewertungen, Social Media und Erfahrungsberichte außerhalb des Shops helfen bei der Einschätzung.
- Sichere Zahlungsarten mit Käuferschutz oder ein Kauf auf Rechnung können Dich besser absichern.
Gefälschte Online-Shops: Das solltest Du wissen
Betrügerische Websites treten häufig als gefälschte Online-Shops auf und werden deshalb auch Fake-Shops oder Betrugsshops genannt. Sie sehen aus wie normale Shops, in denen etwas bestellt werden kann. Die Ware wird nach der Bestellung aber entweder gar nicht geliefert, kommt in schlechter Qualität an oder entspricht nicht der Beschreibung. In vielen Fällen geht es um Vorkassenbetrug. Du zahlst also vorab, bekommst danach aber keine passende Gegenleistung.[1]
Fake-Shops können komplett eigene Namen nutzen, sie können aber auch bekannte Marken nachahmen. Manche Seiten verschwinden nach kurzer Zeit und tauchen später unter einer anderen Adresse wieder auf. Neben Deinem Geld können die Betreiber es auch auf Deine persönlichen Daten abgesehen haben. Beim sogenannten Phishing versuchen Betrüger, an Informationen wie Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Zahlungsdaten zu gelangen.
Die wichtigsten Warnzeichen unseriöser Websites
Ein häufiges Warnzeichen ist ein Preis, der deutlich unter dem Marktpreis liegt. Wenn ein neues Smartphone, Markenbekleidung oder ein beliebtes Haushaltsgerät viel günstiger ist als überall sonst, solltest Du genauer hinsehen. Betrugsseiten arbeiten oft mit Angeboten, die unrealistisch günstig wirken.[1] Manche Fake-Shops arbeiten zusätzlich mit zeitlich befristeten Angeboten, damit Du Dich unter Druck gesetzt fühlst und den Kauf nicht in Ruhe prüfst.[2]
Ein Warnsignal ist, wenn am Ende nur Vorkasse per Überweisung möglich ist. Manche Shops zeigen vorher noch mehrere Zahlungsarten an, etwa Rechnung, PayPal oder Kreditkarte. Kurz vor dem Kauf bleibt dann aber nur die Überweisung übrig – und die lässt sich meist nur schwer zurückholen.
Ein weiteres Warnzeichen ist ein unvollständiges, widersprüchliches oder gefälschtes Impressum. Fehlen Firmenname, Adresse oder Kontaktangaben, ist Vorsicht geboten. Auch kopierte Rechtstexte, schlechte Übersetzungen und widersprüchliche Angaben können Hinweise sein.[2]
Misstrauisch solltest Du auch bei gefälschten Gütesiegeln werden. Ein Siegel allein beweist nichts. Es sollte anklickbar sein und zu einem echten Zertifikat führen. Bewertungen im Shop selbst sind ebenfalls kein sicherer Beleg.[1],[2]
Worauf Du bei einer Webseite achten solltest
Kontrolliere zuerst das Impressum. Dort sollten klare Angaben stehen. Dazu gehören der Name des Unternehmens, die Rechtsform, eine vollständige Anschrift und Kontaktmöglichkeiten. Wenn nur ein Kontaktformular vorhanden ist, ist das ein Warnzeichen.[3] Suche die Adresse zusätzlich in einer Suchmaschine oder in einem Kartendienst. So erkennst Du oft schnell, ob dort wirklich ein passendes Unternehmen ansässig ist.
Auch die Unternehmensdaten sollten stimmig sein. Gibt es eine Handelsregisternummer, kannst Du prüfen, ob sie zum Firmennamen passt. Achte darauf, ob die Angaben logisch zusammenpassen. Eine deutsche Adresse, eine ausländische Bankverbindung und schlechte Übersetzungen können zusammen ein Warnsignal sein.
Schau Dir auch die Internetadresse des Shops genau an. Betrugsseiten nutzen oft Adressen, die bekannten Markennamen sehr ähnlich sehen. Manchmal fehlt nur ein Buchstabe, manchmal wurde einer hinzugefügt oder ausgetauscht.[4] Auch ungewöhnlich lange, verschachtelte oder schwer lesbare URLs können ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt.
Technische Sicherheit ist ebenfalls wichtig. Eine Adresse mit „https“ zeigt, dass Daten verschlüsselt übertragen werden. Das ist gut, aber kein Beweis für Seriosität. Auch Betrugsseiten können „https“ nutzen.[2]
Online-Shops unabhängig prüfen
Achte nicht nur auf die Angaben im Shop selbst. Prüfe auch, was außerhalb der Website über den Anbieter zu finden ist. Suche den Shopnamen zusammen mit Begriffen wie „Erfahrung“, „Bewertung“, „Betrug“, „Fake-Shop“ oder „Probleme“. So findest Du oft Hinweise von anderen Kundinnen und Kunden.[5]
Hilfreich können dabei auch Bewertungsportale wie Trustpilot oder Google-Bewertungen sein. Achte aber nicht nur auf die Sterne. Lies mehrere Bewertungen genau durch. Sehr viele kurze, übertrieben positive Bewertungen können verdächtig sein. Auch viele ähnliche Formulierungen oder Bewertungen aus einem sehr kurzen Zeitraum sollten Dich skeptisch machen. Sie können gekauft, kopiert, automatisiert oder anderweitig manipuliert sein.[6]
Ein Blick auf Social-Media-Profile kann ebenfalls helfen. Prüfe zum Beispiel, ob der Shop ein Instagram-Profil hat. Ein gepflegter und aktiver Auftritt kann ein positives Signal sein, ist aber kein Beweis für Seriosität. Achte auf regelmäßige Beiträge, nachvollziehbare Kommentare und Reaktionen auf Fragen. Vorsicht ist beispielsweise sinnvoll, wenn das Profil fast nur aus Produktbildern und Rabattcodes besteht.[5]
Sichere Zahlungsarten
Die Zahlungsart entscheidet oft darüber, wie gut Du im Ernstfall geschützt bist. Am sichersten ist häufig der Kauf auf Rechnung. Dann zahlst Du erst, wenn die Ware angekommen ist. Auch Zahlungsdienste mit Käuferschutz wie PayPal können helfen. Wichtig ist aber, dass Du die Bedingungen kennst. Nicht jeder Fall ist automatisch abgesichert.
Fazit: Sicher online einkaufen
Prüfe Preis, Impressum, Adresse, URL, Bewertungen und Zahlungsarten. Verlasse Dich nicht auf ein einzelnes Zeichen. Entscheidend ist das Gesamtbild. Ein paar Minuten Prüfung können verhindern, dass Du Geld verlierst oder persönliche Daten in falsche Hände gibst.
Ob zuhause oder unterwegs: Eine stabile Internetverbindung ist die Grundlage für sicheres Online-Shopping. Mit den 1&1 Mobilfunkverträgen bist Du zuverlässig online.
Autor: Jessica
Jessicas Schwerpunkte sind iPhones und Updates zu iOS – für das 1&1 Magazin schreibt sie abgesehen davon auch zu Ratgeber- und Verbraucher-Themen.
FAQ: Fake-Shops erkennen
Literaturverzeichnis
[1] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Worauf beim Online-Einkauf zu achten ist. https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Online-Banking-Online-Shopping-und-mobil-bezahlen/Online-Shopping/Worauf-beim-Online-Einkauf-zu-achten-ist/worauf-beim-online-einkauf-zu-achten-ist.html
[2] Bundeskartellamt (o. D.). Nutzerbewertungen. https://www.bundeskartellamt.de/DE/Verbraucherschutz/Schutz_Verbraucherrechte/Nutzerbewertungen/Nutzerbewertungen_node.html
[3] Federal Trade Commission (2025, 26. August). That social media ad with super low prices on well-known brands could be a scam. https://consumer.ftc.gov/consumer-alerts/2025/08/social-media-ad-super-low-prices-well-known-brands-could-be-scam
[4] National Cyber Security Centre (o. D.). Shopping and paying safely online. https://www.ncsc.gov.uk/guidance/shopping-online-securely?WT.ac=SP200001
[5] Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (o. D.). Online-Betrug: Schütze dich vor Fakeshops. https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/sicher-handeln/onlinebetrug-maschen/fakeshops/
[6] Ratgeber Internetkriminalität (o. D.). Fakeshops. https://www.polizei-praevention.de/themen-und-tipps/straftaten-im-netz/fakeshops






