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Kabelloses Laden unterwegs: MagSafe-/Qi2-Akku und Reverse Wireless Charging

Wenn unterwegs der Akku knapp wird, kannst Du Dein Handy auch ohne Steckdose nachladen. Dafür kommen kabellose Powerbanks, magnetische Zusatzakkus wie MagSafe- oder Qi2-Akkus und Reverse Wireless Charging infrage.

Was Du in diesem Beitrag erfährst:

  • Kabellose Powerbanks eignen sich für längere Tage ohne Steckdose, weil sie eine eigene Energiequelle mitbringen und Dein Smartphone mehrfach nachladen können.
  • MagSafe- und Qi2-Akkus halten magnetisch am kompatiblen Smartphone und bleiben dadurch auch unterwegs stabil an der richtigen Ladeposition.
  • Reverse Wireless Charging lässt Dich über Dein Smartphone andere Smartphones aufladen.
  • Kabelloses Laden ist bequem, lädt aber in der Praxis oft langsamer als ein Kabel.

Welche kabellosen Ladeoptionen gibt es für unterwegs?

Unterwegs kannst Du Dein Handy auf drei Arten kabellos laden: mit einer kabellosen Powerbank, mit einem magnetischen MagSafe- oder Qi2-Akku oder über Reverse Wireless Charging.

Kabellose Powerbank: für längere Zeit ohne Steckdose

Eine kabellose Powerbank ist ein externer Zusatzakku mit Ladefläche: Du lädst sie vorab auf und legst Dein Smartphone zum Laden darauf. Voraussetzung ist, dass Dein Gerät kabelloses Laden unterstützt. Die meisten Smartphones nutzen dafür den Standard „Qi“ (ausgesprochen „Tschi“), bei dem Energie per Induktion ohne Kabel übertragen wird.[1] Dieses Qi-Laden funktioniert bei iPhones ab iPhone 8, bei Google Pixel ab Pixel 3 (mit Ausnahmen wie Pixel 3a, 4a, 4a (5G), 5a und 6a) und bei Samsung unter anderem bei Galaxy-S-Modellen ab der S6-Serie sowie vielen Note-, Z-Fold- und Z-Flip-Geräten.[2],[3],[4]

MagSafe- oder Qi2-Akku: Für magnetischen Halt am Smartphone

Ein MagSafe- oder Qi2-Akku ist ein Zusatzakku, der magnetisch am Smartphone oder an einer passenden Hülle hält. MagSafe ist Apples eigene magnetische Lade- und Zubehörtechnik für unterstützte iPhones. Qi2 ist dagegen ein herstellerübergreifender Qi-Standard mit magnetischer Ausrichtung.[1],[2]

iPhone-12-Modelle und neuere iPhones sind für MagSafe optimiert. Ältere Qi-fähige iPhones können zwar kabellos laden, bieten aber nicht dieselbe magnetische Ausrichtung und Ladeleistung.[2] Eine magnetische Hülle kann bei Qi-fähigen Geräten helfen, einen Akku oder eine Halterung besser zu positionieren.

Die Pixel-10-Modelle sind Qi2-kompatibel und unterstützen kabelloses Laden mit magnetischer Ausrichtung über Pixelsnap.[3] Eine Ausnahme ist das Pixel 10a: Es lädt kabellos per Qi, wird aber nicht als Qi2-kompatibles Modell geführt.[3] Bei Xiaomi ist die Lage etwas anders: Modelle wie Xiaomi 15 oder Xiaomi 15 Ultra unterstützen zwar kabelloses Schnellladen über Xiaomis Wireless HyperCharge, das ist aber keine gleichbedeutende Qi2- oder MagSafe-Funktion.[5],[6]

Reverse Wireless Charging: Für kurze Notfälle mit Zubehör

Reverse Wireless Charging funktioniert folgendermaßen: Dein Smartphone gibt Energie an ein zweites Smartphone. Voraussetzung ist, dass das gebende Gerät die Funktion unterstützt und das empfangende Gerät per Qi geladen werden kann.[4]

Samsung nennt die Funktion „Wireless PowerShare“ und unterstützt sie bei vielen Galaxy-S-, Note- sowie Fold- und Flip-Modellen. Google bezeichnet sie als „Akku teilen“ und bietet sie für Pixel 5 bis Pixel 9 Pro XL an. Bei iPhones gibt es diese Funktion aktuell nicht.[7]

Reverse Wireless Charging ist eher eine Notlösung für kurze Ladevorgänge, da es den Akku Deines Smartphones belastet.

Wie viel Ladeleistung brauchst Du unterwegs?

Bei Powerbanks sind zwei Angaben wichtig: Watt (W) zeigt, wie schnell geladen wird, mAh (Milliamperestunden) beziehungsweise Wh (Wattstunden) zeigt, wie viel Energiereserve der Akku mitbringt.

Du kannst Dich an diesen Durchschnittswerten, die von Anker ermittelt wurden, orientieren:[8]

  • 5.000 mAh (ca. 18,5 Wh): lädt ein Smartphone etwa zu 50–70 % nach, Notreserve für einige Stunden
  • 10.000 mAh (ca. 37 Wh): reicht für etwa 1–1,5 vollständige Smartphone-Ladungen
  • 20.000 mAh (ca. 74 Wh): ermöglicht etwa 2–3 vollständige Ladungen oder das parallele Laden mehrerer Geräte, ist aber deutlich schwerer

Bei der Ladegeschwindigkeit musst Du zwischen kabelloser und kabelgebundener Leistung unterscheiden. Viele magnetische Powerbanks laden kabellos mit bis zu 15 W. Neuere Qi2-25W-Modelle schaffen kabellos bis zu 25 W. Das gilt aber nur, wenn Smartphone und Zubehör diese Leistung unterstützen.[1]

Lädt Dein Handy kabellos nur langsam oder gar nicht, liegt das möglicherweise an der Position: Die Ladespulen von Smartphone und Ladefläche müssen möglichst genau übereinanderliegen. Auch dicke Hüllen, Metallteile (etwa für magnetische Halterungen), Kartenhalter sowie Wärme durch längeres Laden oder direkte Sonneneinstrahlung können den Ladevorgang stören.

Fazit: Welche kabellose Ladeoption passt zu Dir?

Unterwegs gibt es drei Möglichkeiten, ohne direktes Ladekabel am Smartphone nachzuladen: eine kabellose Powerbank, einen magnetischen MagSafe- oder Qi2-Akku und Reverse Wireless Charging. Die kabellose Powerbank ist ein externer Akku mit Ladefläche. MagSafe- und Qi2-Akkus sind ebenfalls Zusatzakkus, halten aber magnetisch am Smartphone oder an einer passenden Hülle. Bei Reverse Wireless Charging gibt dagegen das Smartphone selbst Energie an ein anderes Gerät ab.

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Autor: Daniel
Daniels Schwerpunkt ist der Android-Kosmos – für das 1&1 Magazin schreibt er unter anderem über Samsung, Xiaomi & Co. sowie über kommende Android-Updates und Neuerungen bei Samsungs One UI.

FAQ: Kabelloses Laden unterwegs

Wenn Dein Smartphone Reverse Wireless Charging unterstützt und das Kopfhörer-Case kabelloses Laden per Qi unterstützt, kannst Du Deine Kopfhörer unterwegs kabellos über Dein Handy laden. Das Case muss passend auf der Rückseite des Smartphones liegen.

Bei Samsung unterstützen unter anderem Galaxy-S-Modelle ab der S10-Serie, Galaxy Note10 und Note20 sowie viele Galaxy-Fold-, Z-Fold- und Z-Flip-Modelle die Funktion „Wireless PowerShare“. Bei Google funktioniert „Akku teilen“ mit Pixel 5 bis Pixel 9 Pro XL. Das Gerät, das geladen werden soll, muss kabelloses Laden per Qi unterstützen.

Powerbanks gehören ins Handgepäck und dürfen nicht ins Aufgabegepäck. Bis 100 Wh sind sie in der Regel erlaubt. 100–160 Wh können eine Genehmigung der Airline erfordern. Prüfe vor dem Flug zusätzlich die Vorgaben Deiner Airline.[9]

Literaturverzeichnis

[1] Wireless Power Consortium (o. D.). Qi wireless charging. Wireless Power Consortium. https://www.wirelesspowerconsortium.com/standards/qi-wireless-charging/

[2] Apple (2026, 24. März). Verwenden des MagSafe Ladegeräts mit dem iPhone. https://support.apple.com/de-de/105047

[3] Google (o. D.). Pixel-Smartphone laden. https://support.google.com/pixelphone/answer/7106961?hl=de

[4] Samsung (o. D.). Wireless PowerShare nutzen. https://www.samsung.com/de/support/mobile-devices/wie-verwende-ich-die-funktion-wireless-powershare-auf-meinem-galaxy-smartphone/

[5] Xiaomi (o. D.). Xiaomi 15. https://www.mi.com/de/product/xiaomi-15/

[6] Xiaomi (o. D.). Xiaomi 15 Ultra – Technische Daten. https://www.mi.com/de/product/xiaomi-15-ultra/specs/

[7] Google (o. D.). Andere Geräte mit dem Pixel laden. https://support.google.com/pixelphone/answer/10107702?hl=de

[8] Anker (o. D.). Warum ist die angegebene Kapazität von Powerbanks niedriger als erwartet?  https://service.anker.com/article-description/Why-is-the-Rated-Capacity-of-Power-Banks-Lower-Than-Expected

[9] International Air Transport Association (2026, 31. März). Hinweise für Betreiber: Änderungen bei Powerbanks. https://www.iata.org/contentassets/90f8038b0eea42069554b2f4530f49ea/guidance-to-operators---power-banks.pdf

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