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Digitale Zukunft

Cloud-Computing: Wie sicher sind Deine Daten?

Cloud-Computing gehört für viele längst zum digitalen Alltag: Fotos werden automatisch gesichert, Dokumente online bearbeitet und Backups über das Internet gespeichert. Damit das zuverlässig und sicher funktioniert, müssen Datenschutz, Zugriffsschutz und Verbindung zusammenspielen. Dieser Beitrag erklärt, welche Risiken es gibt und wie Du Cloud-Dienste sicherer nutzt.

Was Du in diesem Beitrag erfährst:

  • Cloud-Computing bedeutet, dass Speicher, Anwendungen oder Rechenleistung über das Internet bereitgestellt werden.
  • Risiken entstehen durch schwach geschützte Konten, fehlende zusätzliche Absicherung und unbedacht gesetzte Freigaben.
  • Datenschutz hängt davon ab, wo Daten verarbeitet werden, welche Zugriffsrechte gelten und wie transparent der Anbieter informiert.
  • Mit Verschlüsselung, regelmäßigen Updates, starken Passwörtern und Backups lässt sich die Sicherheit von Cloud-Diensten erhöhen.

Was ist Cloud-Computing?

Cloud-Computing bedeutet, dass Speicherplatz, Programme oder Rechenleistung nicht nur lokal auf Deinem Gerät liegen, sondern über das Internet bereitgestellt werden.

Das entspricht dem Grundprinzip, Rechenressourcen wie Netzwerke, Server, Speicher, Anwendungen und Dienste bedarfsgerecht über Netzwerkzugang bereitzustellen.[1] Typische Beispiele sind Cloud-Speicher für Fotos, Online-Backups, E-Mail-Dienste, Office-Anwendungen im Browser oder Smart-Home-Apps.

All diese Anwendungen hängen von digitalen Infrastruktur ab: Rechenzentren, Netzwerke, Server und stabile Internetverbindungen sorgen dafür, dass Dienste erreichbar bleiben. Der Vorteil: Du kannst von verschiedenen Geräten auf Daten zugreifen und musst vieles nicht selbst installieren oder sichern. Gleichzeitig gibst Du einen Teil der Kontrolle an den Cloud-Anbieter ab. Das BSI weist darauf hin, dass bei Cloud-Diensten private oder schützenswerte Daten an Anbieter ausgelagert werden und Nutzerinnen und Nutzer sich der damit verbundenen Risiken bewusst sein sollten. Auch unzureichend geschützte Geräte können zum Risiko werden, wenn darüber Zugangsdaten oder Cloud-Daten erreichbar sind.[2]

Welche Risiken gibt es beim Cloud-Computing?

Cloud-Dienste sind nicht grundsätzlich unsicher. Risiken entstehen vor allem dort, wo Zugänge schlecht geschützt sind oder Daten falsch freigegeben werden.

Das BSI nennt schwache oder fehlende Passwortsicherheit als zentrales Risiko beim Zugriff auf Cloud-Dienste.[3] Dazu kommen weitere typische Probleme:

  • zu einfache oder mehrfach verwendete Passwörter
  • fehlende Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • öffentlich freigegebene Links
  • veraltete Apps oder Browser
  • unklare Speicherorte und Datenschutzbedingungen
  • fehlende lokale Kopien wichtiger Dateien

Was bedeutet Cloud-Sicherheit für Datenschutz und Datensicherheit?

Datenschutz in der Cloud bedeutet, dass klar sein sollte, wer auf Deine Daten zugreifen kann, wo sie verarbeitet werden und wie sie geschützt sind. Datensicherheit meint dagegen die technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen, zum Beispiel Verschlüsselung, sichere Freigaben, starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Private Nutzerinnen und Nutzer sollten vor allem diese Punkte beachten:

  • Speicherort: Achte darauf, ob der Cloud-Anbieter transparent angibt, ob Deine Daten in der EU oder auch in Drittstaaten verarbeitet werden.
  • Verschlüsselung: Daten sollten bei der Übertragung und möglichst auch bei der Speicherung verschlüsselt sein.
  • Zugriffsrechte: Geteilte Ordner, öffentliche Links und Familienfreigaben solltest Du regelmäßig prüfen.
  • Kontoschutz: Ein starkes Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen vor unbefugtem Zugriff.
  • Löschung und Export: Gute Cloud-Dienste erklären verständlich, wie Du Daten löschen, herunterladen oder zu einem anderen Dienst mitnehmen kannst.
  • Sensible Daten: Ausweiskopien, Gesundheitsdaten oder Finanzunterlagen solltest Du nur speichern, wenn der Dienst klare Sicherheitsfunktionen bietet und Du die Dateien bei Bedarf zusätzlich verschlüsseln kannst.

Für Cloud-Anbieter und für die berufliche Nutzung von Cloud-Diensten sind außerdem DSGVO-Vorgaben relevant. Bei Auftragsverarbeitung verlangt Art. 28 DSGVO, dass Auftragsverarbeiter geeignete technische und organisatorische Maßnahmen gewährleisten.[4]

Warum ist der Internetanschluss für Cloud-Computing wichtig?

Cloud-Computing funktioniert nur mit einer zuverlässigen Internetverbindung. Dein Gerät greift nicht nur lokal auf Dateien oder Programme zu, sondern sendet und empfängt Daten über den Internetanschluss. Bei großen Dateiübertragungen hängt die Dauer unter anderem von der Verbindungsgeschwindigkeit ab. Für Cloud-Backups, Foto-Synchronisierung oder gemeinsames Arbeiten zählt deshalb besonders der Upload – also die Geschwindigkeit, mit der Daten von Deinem Gerät in die Cloud übertragen werden.[5]

Während beim Streaming vor allem der Download zählt, müssen bei Cloud-Backups, Foto-Synchronisierung, Videodateien oder gemeinsamer Arbeit an Dokumenten regelmäßig Daten von Deinem Gerät in die Cloud übertragen werden. Ist der Upload niedrig oder schwankt die Verbindung stark, dauern Sicherungen länger oder können unterbrochen werden.

Welche Rolle spielt WLAN-Sicherheit beim Cloud-Computing?

Cloud-Sicherheit hängt nicht nur vom Anbieter ab. Auch Dein Heimnetz ist Teil der Verbindungskette: Ein unsicheres WLAN kann zum Risiko werden, wenn Unbefugte Zugriff auf Dein Netzwerk erhalten. Deshalb solltest Du neben starken Cloud-Passwörtern auch Deine WLAN-Sicherheit prüfen – dazu gehören sichere Verschlüsselung, ein starkes Router-Passwort und regelmäßige Updates.[6]

Fazit: Cloud-Computing ist so sicher wie Deine Schutzmaßnahmen

Cloud-Computing kann den Alltag deutlich erleichtern. Fotos, Dokumente und Backups sind von verschiedenen Geräten aus erreichbar und viele Aufgaben laufen automatisch im Hintergrund. Damit die Nutzung sicher bleibt, solltest Du auf starke Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung und sorgfältig gesetzte Freigaben achten. Auch regelmäßige Backups und ein sicheres Heimnetz tragen dazu bei, Deine Daten besser zu schützen. So lassen sich die Vorteile von Cloud-Diensten komfortabel und mit einem guten Sicherheitsniveau nutzen.

 
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Autorin: Jessica
Jessicas Schwerpunkte sind iPhones und Updates zu iOS – für das 1&1 Magazin schreibt sie abgesehen davon auch zu Ratgeber- und Verbraucher-Themen.

FAQ: Cloud-Computing

Cloud-Computing kann sicher sein, wenn der Anbieter geeignete Schutzmaßnahmen bietet und Du Dein Konto mit starkem Passwort, Zwei-Faktor-Authentifizierung und sicheren Freigaben schützt.

Besonders sensible Daten wie Ausweiskopien, Finanzunterlagen oder Gesundheitsdaten solltest Du nur speichern, wenn der Dienst klare Sicherheitsfunktionen bietet und die Dateien möglichst zusätzlich verschlüsselt sind.

Ein zusätzliches Backup ist sinnvoll, weil Cloud-Synchronisierung kein vollständiger Ersatz für eine getrennte Datensicherung ist. Gelöschte oder beschädigte Dateien können sonst auf mehreren Geräten gleichzeitig betroffen sein.[7]

Literaturverzeichnis

[1] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Grundlagenwissen zum Thema Cloud. https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cloud-Computing-Sicherheitstipps/Grundlagenwissen/grundlagenwissen_node.html

[2] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Grundlagenwissen zum Thema Cloud. https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cloud-Computing-Sicherheitstipps/Grundlagenwissen/grundlagenwissen_node.html

[3] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Cloud: Risiken und Sicherheitstipps. https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cloud-Computing-Sicherheitstipps/Cloud-Risiken-und-Sicherheitstipps/cloud-risiken-und-sicherheitstipps_node.html

[4] EUR-Lex (o.D.). Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj

[5] Microsoft Support. (o. D.). Maximieren der Upload- und Downloadgeschwindigkeit. https://support.microsoft.com/de-de/office/maximieren-der-upload-und-downloadgeschwindigkeit-8eeadfb8-501f-406d-997b-98ab6ff67f43

[6] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Sicherheitstipps für privates und öffentliches WLAN. https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Router-WLAN-VPN/Sicherheitstipps-fuer-privates-und-oeffentliches-WLAN/sicherheitstipps-fuer-privates-und-oeffentliches-wlan_node.html

[7] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (o. D.). Datensicherung – wie geht das? https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Daten-sichern-verschluesseln-und-loeschen/Datensicherung-und-Datenverlust/Datensicherung-wie-geht-das/datensicherung-wie-geht-das_node.html

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